Das Museum Luzern baut bewusst auf den Stärken seiner naturwissenschaftlichen und historischen Sammlungen auf. Die Inhalte der Ausstellungen werden interdisziplinär erarbeitet und ganzheitlich vermittelt. Sie greifen relevante Themen der Gegenwart auf, wecken Neugier und Freude und machen das Zusammenspiel zwischen Mensch und Umwelt und der Geschichte des Kantons erlebbar.

Leitbild Museum Luzern

Geschichte und Herkunft

Mitte 2022 stimmte das Parlament des Kantons Luzern der Fusion der beiden Häuser Natur-Museum Luzern und Historisches Museum Luzern zu, die seither gemeinsam als Museum Luzern unterwegs sind. Die beiden früheren Museen haben eine bewegte Geschichte:

Das Bedürfnis, geschichtliche Objekte und Naturalien zu sammeln, bildete sich bereits in den frühen Anfängen des 18. Jahrhunderts heraus.

1820 wurde in Luzern das Naturalien-Kabinett aufgebaut, welches sich 1849 mit den Beständen des Museums Lucernense Langianum zusammenschloss. Es folgte eine wechselvolle Zeit mit vielen Zwischenlagerungen des Sammelgutes in Kellern und Estrichen, bis schliesslich 1978 das Natur-Museum am heutigen Standort eröffnet werden konnte.

Das Gebäude des vormals Historischen Museums Luzern wurde zwischen 1567 und 1569 als Zeughaus erbaut. Zunächst wurde es gemäss seiner Bestimmung zur Lagerung von Waffen gebraucht, bald schon wurden aber auch Beutestücke aus Schlachten ausgestellt und dem Publikum zugänglich gemacht. 1983 wurde das Zeughaus aufgehoben, ab 1986 präsentierte sich das Haus als Historisches Museum Luzern.

Lernendes Museum

Seit 2022 ist Museum Luzern ein interdisziplinäres Museum mit Sammlungen aus dem historischen, naturwissenschaftlichen und neu auch dem Kunstbereich. Die Zusammenarbeit über Fach- und Teamgrenzen hinweg ist eine Bereicherung: Wir verbinden unterschiedliche Perspektiven und lernen kontinuierlich voneinander.

Seit 2024 arbeiten wir kantonsweit mit unseren Kooperationspartnern, den Schauplätzen, zusammen. Auch hier gilt: Voneinander lernen und uns gemeinsam weiterentwickeln.

Seit 2025 wächst unsere interaktive Geschichtenkarte kontinuierlich. Die Geschichten stammen von Luzernerinnen und Luzernern aus dem ganzen Kanton. So lernen wir aus den Erinnerungen der Bevölkerung ebenso wie aus der Natur- und Kulturgeschichte unseres Kantons.

Unser Ziel: Das Museum öffnen für neue Perspektiven und einen praxis- und zukunftsorientierten Diskurs mit anderen Institutionen, Communities und der Bevölkerung.

Als lernendes Museum sind wir dabei nicht allein. Mit der Unterzeichnung der Charta des VMS (Verband der Museen Schweiz) haben wir uns gemeinsam mit über 40 Museen aus der Schweiz und darüber hinaus zu einem gemeinsamen Entwicklungsweg hin zu einer lernenden Organisation bekannt.